Schlagwort-Archive: FirstLook

First Look: Filterhalter für das Olympus 2,8/7-14 von Logodeckel

Im Frühjahr 2015 brachte Olympus das lang erwartet Top Pro Weitwinkelzoom 2,8/7-14 heraus, quasi pünktlich zur Sommersaison. Das herausstechendste Merkmal des 7-14er, der enorme Blickwinkel, ist gleichzeitig für den einzigen Schwachpunkt (wenn ich dies wirklich so nennen darf) des Objektivs verantwortlich: Die bauartbedingte stark gewölbte Frontlinse läßt einfach kein Filtergewinde zu, auch die tulpenförmige Gegenlichtblende ist  fest am Objektiv verbaut. Schraubfilter und Filtersysteme mit Gewinde können daher nicht verwendet werden.

Zum Glück gibt es bei uns genügend Tüftler und Erfinder und so hat es nicht lange gedauert bis die ersten Lösungen für das Olympus 2,8/7-14 , die den Einsatz von Filtern möglichen machten, vorgestellt wurden. Eine kleine Übersicht der mir bekannten Lösungen habe ich bereits hier veröffentlicht. Logisch, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis ich erstens das Objektiv angeschafft habe und ich zweitens eine Lösung für das anbringen von Filtern ausprobieren wollte. Drittens musste ich auch noch einen entsprechenden Filter ordern, da ich bisher immer nur mit 85mm Filtern gearbeitet habe und die Systeme für das 2,8/7-14 zwingend 100mm oder 150mm Filter voraussetzen.

Damit die ganze Aktion preislichem einigermassen im Rahmen blieb, habe ich mich für ein 100mm System entschieden und das günstigste, in diesem Fall von Logodeckel, ausgewählt. Für 79,90€ zzgl. Versand wurde mir der Filterhalter zügig  zugeschickt, nachdem ich vorab überwiesen hatte (übrigens leider die einzige Zahlungsmethode). Eine vorherige Anfrage per E-Mail wurde schnell und freundlich beantwortet, während der Lieferung per DHL wurde ich per Mail immer auf dem Laufenden gehalten. Das funktionierte alles reibungslos.

Logodeckel habe ich persönlich aus drei Gründen als System ausgewählt. Einmal ist der Halter recht preiswert, dann war ich neugierig wie sich solche „Dinge“ aus dem 3D Drucker anfühlen, wie die Qualität ist, und als letztes sprach natürlich die Verwendung von 100mm Filterplatten ebenfalls aus Kostengründen für das System. Die 100er Filter passen natürlich auch auf die anderen Olympus Objektive, wie z.B. das 2,8/12-40 und das 2,8/40-150. Die 150mm großen Filter sähen gerade am 2,8/12-40 doch etwas überdimensioniert aus und man sollte nicht vergessen, dass solche Filter auch transportiert werden wollen. Übrigens mißt das iPad Mini ca. 200mm x 135 mm, nur mal so als Größenvergleich. Und es gibt Verlauffilter, die sind 170mm x 150mm, das ist schon ein Wort für das „kleine“ 12-40ziger. Ich halte daher die 100mm Filter für gerade noch praktikabel und bin gespannt, ob diese in der Praxis Vignetten frei eingesetzt werden können.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Da ist das gute Stück, der Filterhalter von Logodeckel neben dem Oly 2,8/7-14

Grundsätzlich handelt es sich hier um einen Filterhalter, der aus dem 3D Drucker stammt, das erkennt man an den Aufnahmen weiter unten recht gut an dem „Rollenprofil“. Das sind quasi die einzelnen Schichten die vom 3D Drucker aufeinander gelegt werden. Der Filterhalter paßt tatsächlich sehr gut auf das Objektiv, es ist kein Spiel vorhanden und durch das innen angebracht Moosgummi besteht auch nicht die Gefahr, dass das Objektiv beschädigt wird. Links und rechts sind Führungen für die Filterplatten angebracht, am unteren Rand ebenso. Die Führungen sind alle für zwei Filter ausgelegt, weiterhin ist eine Führung für nur einen Filter vorhanden. Diese wird in den unteren Bereich eingesetzt, falls man Graufilter und Verlaufsfilter kombinieren möchte. So kann man den Verlaufsfilter perfekt positionieren, während der Graufilter in seiner Position bleibt und durch die untere Führung quasi fixiert wird.

 

Die Führungen für die Filterplatten sind übrigens ebenso mit einem Streifen Moosgummi versehen, so daß eingeschobene Filter an der Seite nicht durch den harten Kunststoff beschädigt werden. In meinen Augen zeigt sich hier der Blick für das Detail, mein alter Filterhalter von Cokin hat da nur schnöden Kunststoff.

Aufgeschoben wird der Logodeckel Filterhalter von vorne auf das 2,8/7-14, und zwar laut Bedienungsanleitung soweit, bis „…der längere Flügel der Streulichtblende bündig mit (der) Oberseite des Halters ist, bzw. die Unterkante des Halters am Knick des Objektivs sitzt.“. Hört sich schwierig an, ist aber ganz gut in der, durchaus humorvollen, Bedienungsanleitung illustriert. Jeder Besitzer des Olympus 2,8/7-14 wird schnell erkennen, was gemeint ist. Wahrscheinlich wird es aber einfacher sein, einen Filter einzusetzen und dann den Halter vorsichtig auf die Optik zu schieben, bis ein Widerstand (Streulichtblende trifft Filterplatte) spürbar ist. Das dürfte damit die beste Position sein, um eine Vignettierung durch das System zu vermeiden.

Wie sich das System von Logodeckel für mein Olympus 2,8/7-14 in der Praxis schlagen wird, darüber werde ich natürlich auch berichten. Ich muss Euch dafür allerdings um etwas Geduld bitten, da mir (noch) kein 100mm Filter zur Verfügung steht. Allerdings sollte sich das bis zum Ende der Woche geändert haben, so dass ich spätestens dann einen Bericht aus der Praxis nachreichen werde. Also, vorbeischauen lohnt sich.

Wie immer hier noch der kurze Hinweis, dass ich den Filterhalter selber gekauft und bezahlt habe und in keiner Weise Vergünstigungen erhalten habe.

 

Neuzugang: Everyday Messenger von peak design

Was für Frauen die Handtasche („Frau“ kann nie genug davon haben), ist für den emanzipierten Fotografen die Fototasche, einfach unentbehrlich (und „Mann“ kann nie genug davon haben). Ich selber bin da keine rühmliche Ausnahme und habe mindestens 8 verschiedene Taschen und Rucksäcke im Einsatz, die sich im Laufe der Jahre heimtückisch angesammelt haben. Diese Anzahl sollte an sich für alle Eventualitäten ausreichen, aber trotzdem hat man(n) ja ein Auge auf den Markt und die Neuerscheinungen.

Allerdings haben mich in der letzten Zeit die neuen Modell der üblichen Verdächtigen (ThinkTank, LoewePro, Tenba, Domke, Tamrac, Kata seien hier einfach exemplarisch dafür aufgeführt) nicht wirklich zu einer Neuanschaffung inspirieren können. Die Modelle die bereits auf dem Markt sind, sind einfach schon richtig gut und etwas Neues habe ich nicht entdeckt. Als dann peak design im Sommer 2015 im Rahmen einer Kickstarter Kampagne eine neue Fototasche ankündigte, war ich neugierig. Die Kameragurte mit dem Ankersystem von peak design nutze und liebe ich, also was lag näher als sich die geplante Tasche mal anzusehen.

Lange Rede, kurzer Sinn, als echter Mann und Fotograf kann man doch nicht an so einem NEUEN! Angebot vorbei gehen, denn später wird das alles noch viel teurer und ich brauche unbedingt eine weitere Tasche und ohne Zweifel ist die Tasche wirklich schick und praktisch (die üblichen Argumentationshilfen, um sein Gewissen zu beruhigen, nicht wahr?) Also ergab ich mich in mein Schicksal und beteiligte mich im Sommer an der Kampagne und wählte ein Set aus. Die Bezahlung lief reibungslos und als Lieferdatum war der Dezember avisiert. Tja und plötzlich war das Paket samt Inhalt auf einmal da.

IMG_2511
Das ist also „the eyeryday MESSENGER“

IMG_2513
„the field POUCH“ quasi der kleine Bruder

Am besten Ihr werft einen Blick in die Galerie, ausführlich Zeit zum testen hatte ich noch nicht. Nur soviel, die Verarbeitung ist auf jeden Fall top und ein Gummiband für die Stativbeine ist auch dabei, peak design hat das alles sehr liebevoll auf die Beine gestellt.

Der Everyday MESSENGER ist wirklich groß. Ein Oly 2,8/40-150 samt Stativhalterung und aufgesetzter Gegenlichblende wird einfach verschluckt. Angesetzt an einer E-M1 passt es immer noch locker rein. Mehr dazu in ein paar Tagen, wenn ich den Everyday MESSENGER etwas besser kennen gelernt habe.

Neu: Olympus OM-D EM-10 Mark II

Die Spatzen haben es ja schon länger von den Dächern gepfiffen und gestern hat Olympus Nägel mit Köpfen gemacht, der Nachfolger der EM-10 wurde vorgestellt. Mittlerweile gibt es zig „Hands on“ und andere „Reviews“ von Bloggern und Websites, die die Kamera schon vorab in den Händen hatten. Ich spare mir daher die technischen Daten, und stelle ein paar Links ein, wo Ihr nachschauen könnt.

Robin Wong in gewohnt souveräner Aufmachung gibt es hier 

Reinhard Wagner mit seinem Pen and Tell hatte sie natürlich auch schon

Die deutsche Olympus Seite zur EM-10 Mark II darf natürlich auch nicht fehlen

Thomas Leuthard´s persönlich Einschätzung gibt es hier

Und wie immer hat DPreview auch schon von Olympus ein Päckchen bekommen und ausgepackt

Schick sieht sie ja aus, mir gefallen vor allem die etwas stärker ausgeformten Drehräder, schaut griffiger aus. Die EM10 MKII macht auch in Silber eine gute Figur.

ID: 19487

ID: 19498

Jetzt mal ernsthaft, was ist wirklich interessant an dieser Neuerscheinung von Oly? Drei Dinge sind es, die in meinen Augen wirklich neu und sinnvoll sind:

  1. Fokus-Stacking mit bis zu 99 (oder 999) Bildern. Die Makrofotografen werden es lieben, da werden.
  2. 4K Timelaps-Videos direkt aus der Kamera. Sieht bei Oly auf der Website schon echt klasse aus.
  3. Live-Composite ist per App steuerbar. Genial, wenn es kalt ist wird die Kamera einfach von drinnen bedient.

Die restlichen Neuerungen sind eine prima Evolution (Sucher, 5 Achsen Stabi etc.) der alten Olympus EM10. Preislich liegt der Body inkl. 14-42 bei  799,– €, also genau in dem Bereich, in dem Fuji seine neue X-T10 mit dem 16-50 positioniert hat. Ich persönlich bin echt auf den ersten Vergleichstest gespannt und wie sich die Verkäufe entwickeln werden.

Neuzugang: Olympus OM-D EM-1


R0311542

Bereits seit ein paar Wochen bereichert die Olympus OM-D EM-1 (was für ein kryptischer Name, bei mir gibt es jetzt nur noch die Kurzform: EM-1) meine Kameratasche. Tatsächlich habe ich letztendlich den Schritt gewagt und habe meine klassische DSLR (mit Spiegel und optischem Sucher) durch eine DSLM (ohne Spiegel und optischem Sucher) dauerhaft ergänzt. Zwar hatte ich bereits mit der kleinen Olympus OM-D EM-10 erste Erfahrungen gesammelt, aber durch die wirklich geringe Größe, und das (für mich) gewöhnungsbedürftige elektrische Pancake Zooobjektiv, konnte ich mir diese Kamera als ernsthafte Alternative zur DSLR nicht vorstellen. Die große Schwester EM-1 kommt einer DSLR in Sachen Handhabung doch deutlich näher.

R0311543

Gekauft habe ich die EM-1 im Set mit dem 2,8/12-40. Im Rahmen einer Promotionaktion gab es den Hochformatgriff HLD-7 kostenlos dazu. Da ich diesen Griff aus verschiedenen Gründen sowieso unbedingt haben wollte, war der Zeitpunkt ideal. Der Griff verbessert zum einen die Handhabung im Hochformat und balanciert die EM-1 besser aus, sollten größere Optiken genutzt werden. Zum anderen findet ein zweiter Akku Platz, der die „Einsatzzeit“ der EM-1 doch spürbar verlängert. Griff und Kamera machen einen wertigen Eindruck und gleiches kann ich vom 2,8/12-40 sagen. Diese Optik hat sehr gute Kritiken im Netz bekommen, ist lichtstark, abgedichtet und deckt einen idealen Brennweitenbereich (24-80 KB) ab. Eine wahnwitzig geringe Naheinstellgrenze gibt es noch oben drauf, fast „Makro like“. Also kurzum der ideale Partner für die EM-1. Ein anderes Kit-Objektiv wäre für mich nicht in Frage gekommen, da das mft-System durch den kleineren Sensor doch noch Nachteile in Sachen Freistellung und Rauschen hat. Da sind lichtstarke Optiken in meinen Augen ein „must have“.

R0311545

Warum ich mich trotz dieser Einschränkungen für einen Einstieg ins mft-System entschieden habe? Drei wesentliche Punkte sprechen im Augenblick für mft und vor allem für Olympus

1. Abgedichtete robuste Kameras mit einem unglaublichen internen Stabilisator inkl. einem Plus-Service (nur EM-1)

2. Lichtstarke, abgedichtete Zooms und Festbrennweiten mit einem perfekt abgestimmten Line-Up (7-14, 12-40, 40-150+ 1,4 Konverter, dazu 4/300 und wohl noch ein lichtstarkes Fish) ergänzt durch weitere gute bis sehr gute Festbrennweiten.

3. Größe und Gewicht sind noch dauerhaft tragbar und dabei doch variabel. Mal sehen, wie ich mich da weiter in das mft-System einfinden werde.

Einige Dinge vermisse ich, da ist meine Pentax noch ungeschlagen, andere Dinge will ich nicht mehr missen, da mag ich jetzt schon die EM-1 sehr. Jede Neuerwerbung bringt bekanntermaßen ja auch eine gewissen Anfangseuphorie mit sich. Nicht anders ist mir das mit der EM-1 ergangen uns so ganz hat sich die Freude an der Neuerwerbung auch noch nicht gelegt. Daher halte ich mich erstmal mit meinen weiteren Erfahrungen zurück, aber meine Plus/Minus Liste wächst stetig und sobald ich genug Erfahrungen mit der EM-1 gesammelt habe, werde ich das Ergebnis hier posten.

First Look: Tonality

Vor wenigen Tagen bin ich über GigaApple auf die Software Tonality von macphun aufmerksam gemacht worden. Selber verwende ich schon seit ein paar Jahren Silver Efex 2 zur Umwandlung meiner (Farb)Bilder in Schwarzweiss-Bilder und war bisher damit sehr zufrieden. Es geht schnell, die Software gibt Anregungen und Beispiele über Presets und die Qualität der Umwandlung ist tatsächlich hervorragend. Dementsprechend neugierig war ich auf den neuen Wettbewerber Tonality.

Es gibt eine Trialversion für 30 Tage, testen ohne Risiko ist also problemlos möglich. Neben Tonality, dass im Appstore zum Einführungspreis von 17,99 € geladen werden kann, gibt es auch noch noch Tonality Pro. Die Pro Version kann als Plugin in Aperture und Lightroom verwendet werden und bietet noch einige Funktionen mehr. Ich habe mich für meinen First Look für die normale Variante entschieden, da die meisten Funktionen bereits in dieser Version integriert sind, bei einem Upgrade auf Tonality Pro der Kaufpreis angerechnet wird und ich 17,99 € auch für den Amateurfotografen absolut preiswert finde.

 

Tonality Interface 1

 

Im Screenshot seht Ihr das Standard Interface mit der Vorschau einiger Presets am unteren Bildrand. Auf der rechten Seite, ähnlich wie bei Lightroom, sind die Regler für diverse Einstellungen platziert. Und was mit lediglich einem Mausklick passiert, sehr Ihr im folgenden Bild

 

Blog-Tonality Interface 2

 

Ausgewählt wurde das Preset ElCapitan, Ihr erkennt es an der gelben Umrandung in der unteren Leiste. Die verfügbaren Presets sind gruppiert nach Aufnahmethemen. Auf der rechten Seite könnt Ihr das geöffnete Menü mit den verschiedenen Themen sehn. macphun gibt an, das ca. 150 verschiedene Presets mit der Software Tonality mitgeliefert werden. Ehrlich gesagt habe ich noch nicht nachgezählt, aber die gefühlte Menge an Möglichkeiten Fotos umzuwandeln spricht eindeutig für die von macphun angegebene Anzahl.

Ähnlich wie in Silver Efex 2 kann jedes Preset individuell über die Regler verändert werden. Auch können die Effekte mit einem Pinsel aufgetragen oder mit einem Radiergummi zurückgenommen oder abgeschwächt werden. Maskierungen sind möglich, ein Verlaufsfilter ist integriert und es kann mit Ebenen gearbeitet werden. Der Export zu Lightroom oder Aperture ist auf Knopfdruck vorgesehen, ebenso wie das Teilen der Bilder mit sozialen Netzwerken. Flickr, Facebook, Twitter und SmugMug sind hier vorbelegt, ebenso wie der Export zum Mailprogramm.

Mein erster Eindruck: Tonality ist ziemlich komplett, lediglich Schärfung, Druckausgabe und natürlich die Verwaltung der (Schwarzweiss) Bilder würde ich mit einem anderen Programm durchführen. Für den momentanen Einführungspreis im AppStore von 17,99 € ist es sehr günstig. 30 Tage zum kostenlosen testen gibt es bei macphun zum download. Für Windows-User gibt es bisher noch keine Version, Tonality ist im Augenblick also exklusiv für Apple Mac verfügbar.