Archiv der Kategorie: Neuzugang

First Look: Filter für das Olympus 2,8/7-14 mm

Pünktlich zum Wochenende sind die beiden bestellten Filter im 100mm Format für den Filterhalter des 2,8/7-14mm angekommen. Geordert habe ich einen Graufilter (ND 3.0, 1000x, also Belichtungsverlängerung um 10 Stufen) von Haida und einen Reversed Grauverlaufsfilter (0,9, also 3 Blendendstufen) von 84.5mm. Während Haida in der Foto Szene für seine Filter und Filterhalter mittlerweile recht bekannt ist, ist den Jungs von 84.5mm noch nicht der ganz große Durchbruch gelungen. Allerdings bieten sie jetzt auch 100mm Filter an und vor allem da den Reversed Grauverlaufsfilter zu einem richtig günstigen Preis.

Die Verpackung der beiden Filter könnte sich nicht mehr unterscheiden. Haida liefert den ND Filter in einer richtig edlen Metallbox, ausgeschlagen mit festem Schaumstoff, dazu noch eine ersatz Moosgummidichtung, falls die erste Dichtung Schaden nehmen sollte. 84.5mm begnügt sich mit einer einfach Kunststofftasche und einem Inlay aus stabilen Papier. Allerdings ist die Endkontrolle darauf dokumentiert und vom Mitarbeiter unterschrieben, was ich wiederum äußerst vertrauenserweckend und cool finde.

Während der Haida Filter aus Glas besteht, ist der Filter von 84.5mm aus einem CR-39 Polymer gefertigt, also Kunststoff. Der Hersteller nennt es auf seiner Webseite zwar organisches Glas, aber es ist halt doch Kunststoff. Nichts desto trotz machen beide Filter auf den ersten Blick einen qualitativ hochwertigen Eindruck.

 

Ganz kurz noch ein Wort zu den Einsatzgebieten der Filter:

Der Verwendungszweck eines Graufilters oder auch NeutralDichte Filters, besteht darin, Licht zu schlucken und die Belichtungszeit entsprechend zu verlängern. Diese Art Filter werden häufig in der Landschaftsfotografie eingesetzt, um Wolken zu verwischen oder Wasser fließend dazustellen. Am Meer eingesetzt, erreicht man damit Belichtungszeiten, die die See wie eine einheitliche Fläche aussehen lassen.

Der Reverse Verlaufsfilter ist ein Klassiker für Sonnenuntergänge. Die stärkste Abdunklung findet quasi genau in der Mitte des Filters statt. Nach unten läßt er das Licht ohne Einschränkung passieren, nach oben hin wird er, ausgehend von der dunklen Mitte, immer heller. Ideal also um tolle Sonnenuntergänge zu fotografieren. Klassische Grauverlaufsfilter werden dagegen von oben nach unten konstant heller und dunkeln am oberen Rand des Filters am stärksten ab.

Die Herausforderung für die Filterhersteller liegt zum Einen darin, möglichst keine optische Beeinträchtigung der Abbildungsqualität des Objektivs durch den Filter zu erhalten und zum Anderen ein wirklich neutrales Grau auf den Sensor zu zaubern, also keine Farbverschiebung durch den Filter zu erhalten. Ich bin gespannt, wie sich meine beiden Neuzugänge verhalten werden. Der Haida hat im Netz sehr gute Kritiken bekommen, der 84.5mm ist eine Wundertüte für mich. Ich bin selber sehr gespannt und werde berichten.

 

 

 

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First Look: Filterhalter für das Olympus 2,8/7-14 von Logodeckel

Im Frühjahr 2015 brachte Olympus das lang erwartet Top Pro Weitwinkelzoom 2,8/7-14 heraus, quasi pünktlich zur Sommersaison. Das herausstechendste Merkmal des 7-14er, der enorme Blickwinkel, ist gleichzeitig für den einzigen Schwachpunkt (wenn ich dies wirklich so nennen darf) des Objektivs verantwortlich: Die bauartbedingte stark gewölbte Frontlinse läßt einfach kein Filtergewinde zu, auch die tulpenförmige Gegenlichtblende ist  fest am Objektiv verbaut. Schraubfilter und Filtersysteme mit Gewinde können daher nicht verwendet werden.

Zum Glück gibt es bei uns genügend Tüftler und Erfinder und so hat es nicht lange gedauert bis die ersten Lösungen für das Olympus 2,8/7-14 , die den Einsatz von Filtern möglichen machten, vorgestellt wurden. Eine kleine Übersicht der mir bekannten Lösungen habe ich bereits hier veröffentlicht. Logisch, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis ich erstens das Objektiv angeschafft habe und ich zweitens eine Lösung für das anbringen von Filtern ausprobieren wollte. Drittens musste ich auch noch einen entsprechenden Filter ordern, da ich bisher immer nur mit 85mm Filtern gearbeitet habe und die Systeme für das 2,8/7-14 zwingend 100mm oder 150mm Filter voraussetzen.

Damit die ganze Aktion preislichem einigermassen im Rahmen blieb, habe ich mich für ein 100mm System entschieden und das günstigste, in diesem Fall von Logodeckel, ausgewählt. Für 79,90€ zzgl. Versand wurde mir der Filterhalter zügig  zugeschickt, nachdem ich vorab überwiesen hatte (übrigens leider die einzige Zahlungsmethode). Eine vorherige Anfrage per E-Mail wurde schnell und freundlich beantwortet, während der Lieferung per DHL wurde ich per Mail immer auf dem Laufenden gehalten. Das funktionierte alles reibungslos.

Logodeckel habe ich persönlich aus drei Gründen als System ausgewählt. Einmal ist der Halter recht preiswert, dann war ich neugierig wie sich solche „Dinge“ aus dem 3D Drucker anfühlen, wie die Qualität ist, und als letztes sprach natürlich die Verwendung von 100mm Filterplatten ebenfalls aus Kostengründen für das System. Die 100er Filter passen natürlich auch auf die anderen Olympus Objektive, wie z.B. das 2,8/12-40 und das 2,8/40-150. Die 150mm großen Filter sähen gerade am 2,8/12-40 doch etwas überdimensioniert aus und man sollte nicht vergessen, dass solche Filter auch transportiert werden wollen. Übrigens mißt das iPad Mini ca. 200mm x 135 mm, nur mal so als Größenvergleich. Und es gibt Verlauffilter, die sind 170mm x 150mm, das ist schon ein Wort für das „kleine“ 12-40ziger. Ich halte daher die 100mm Filter für gerade noch praktikabel und bin gespannt, ob diese in der Praxis Vignetten frei eingesetzt werden können.

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Da ist das gute Stück, der Filterhalter von Logodeckel neben dem Oly 2,8/7-14

Grundsätzlich handelt es sich hier um einen Filterhalter, der aus dem 3D Drucker stammt, das erkennt man an den Aufnahmen weiter unten recht gut an dem „Rollenprofil“. Das sind quasi die einzelnen Schichten die vom 3D Drucker aufeinander gelegt werden. Der Filterhalter paßt tatsächlich sehr gut auf das Objektiv, es ist kein Spiel vorhanden und durch das innen angebracht Moosgummi besteht auch nicht die Gefahr, dass das Objektiv beschädigt wird. Links und rechts sind Führungen für die Filterplatten angebracht, am unteren Rand ebenso. Die Führungen sind alle für zwei Filter ausgelegt, weiterhin ist eine Führung für nur einen Filter vorhanden. Diese wird in den unteren Bereich eingesetzt, falls man Graufilter und Verlaufsfilter kombinieren möchte. So kann man den Verlaufsfilter perfekt positionieren, während der Graufilter in seiner Position bleibt und durch die untere Führung quasi fixiert wird.

 

Die Führungen für die Filterplatten sind übrigens ebenso mit einem Streifen Moosgummi versehen, so daß eingeschobene Filter an der Seite nicht durch den harten Kunststoff beschädigt werden. In meinen Augen zeigt sich hier der Blick für das Detail, mein alter Filterhalter von Cokin hat da nur schnöden Kunststoff.

Aufgeschoben wird der Logodeckel Filterhalter von vorne auf das 2,8/7-14, und zwar laut Bedienungsanleitung soweit, bis „…der längere Flügel der Streulichtblende bündig mit (der) Oberseite des Halters ist, bzw. die Unterkante des Halters am Knick des Objektivs sitzt.“. Hört sich schwierig an, ist aber ganz gut in der, durchaus humorvollen, Bedienungsanleitung illustriert. Jeder Besitzer des Olympus 2,8/7-14 wird schnell erkennen, was gemeint ist. Wahrscheinlich wird es aber einfacher sein, einen Filter einzusetzen und dann den Halter vorsichtig auf die Optik zu schieben, bis ein Widerstand (Streulichtblende trifft Filterplatte) spürbar ist. Das dürfte damit die beste Position sein, um eine Vignettierung durch das System zu vermeiden.

Wie sich das System von Logodeckel für mein Olympus 2,8/7-14 in der Praxis schlagen wird, darüber werde ich natürlich auch berichten. Ich muss Euch dafür allerdings um etwas Geduld bitten, da mir (noch) kein 100mm Filter zur Verfügung steht. Allerdings sollte sich das bis zum Ende der Woche geändert haben, so dass ich spätestens dann einen Bericht aus der Praxis nachreichen werde. Also, vorbeischauen lohnt sich.

Wie immer hier noch der kurze Hinweis, dass ich den Filterhalter selber gekauft und bezahlt habe und in keiner Weise Vergünstigungen erhalten habe.

 

Zwangsablösung: Epson SC-P600 für Epson R3000

Bereits im letzten Jahr im Mai hatte ich ja über die Probleme berichtet, die mein alter und bis dato treu druckender Epson R3000 plötzlich bekam: Inkontinenz (ja, auch Drucker kennen dieses Leiden 😉 ). Welcher Art die Probleme waren könnt Ihr hier nachlesen. Ich setze mich mit der Epson Hotline in Verbindung und sollte den Drucker einschicken.

Und wie das Leben so spielt, es war schließlich Mai und das Wetter lockte in die Natur heraus, blieb das Einschicken des Druckers auf der Prioritätenliste zwar „on Top“, allerdings  war das wohl ehr meine „Winterliste“. Das Projekt Drucker war also aufgeschoben. Im Oktober setzte ich mich dann wieder mit dem Thema auseinander und kontaktierte sicherheitshalber nochmals die Hotline von Epson. Auch hier bekam ich die Auskunft, dass ich den Drucker einschicken sollte, allerdings mit dem Hinweis, zu prüfen ob es sich denn lohnen würde. Ich bedankte mich und entschloss mich dazu im Netz ein wenig zu recherchieren.

Die Reparaturpauschale von Epson lag bei 225€ und der Versand musste mit rund 30€ kalkuliert werden. Aus dem Netz erfuhr ich, dass Epson unter Umständen auch Tintenpatronen zum prüfen einsetzen müsse und diese natürlich auch in Rechnung stellen würde, also nochmal vielleicht 54€ für die beiden „Schwarz“Patronen, wenn es bei den zwei Patronen bliebe. Hmmmmm… teuer. Allerdings fand ich im Netz auch den Hinweis, dass das Problem bekannt ist. Der Druckkopf hat in der Regel einen Haariß in der Zuleitung der „Photoblack“ Tinte, der Rest funktioniert normal. Wenn also nur die „Photoblack“ Tinte betroffen ist, dann ist die Tinte für mattes Schwarz NICHT betroffen. Bingo! Genau so war es. Ich konnte wieder drucken, zwar nur auf mattem Papier, aber ich konnte drucken.

Trotzdem musste eine Lösung her, denn ich persönlich mag glänzende oder seidenmatte Papiere viel lieber, als die matten Oberflächen. Ausserdem passen diese Papiere in meinen Augen auch besser zu meinen Motiven. Klar stellt sich dann die Frage, was kaufen? Wieder Epson oder doch diesmal vielleicht Canon? Sollte ich es mal mit A2 versuchen, mit dem neuen SC-P800, wie es Paddy von neunzehn72 gemacht hat? Oder doch lieber bei A3+ bleiben.

Am Ende gab der Preis den Ausschlag. Der kleine SC-P600 ist noch bezahlbar, Originalpatronen gibt es für rund 20€ und bei meinem Druckvolumen wären die 80ml Patronen des SC-P800 vielleicht doch zuviel des Guten gewesen. Dazu kam ein attraktives Angebot von Monochrom für den SC-P600 inkl. 40€ Gutschein und der Drucksoftware von Mirage. Da habe ich dann zugeschlagen.

Es gab allerdings ein paar Lieferschwierigkeiten und so traf der Drucker erst vor ein paar Tagen hier ein. Logisch, dass er noch nicht ausgepackt ist, schließlich muss dafür noch ein Plätzchen gefunden werden. Den alten R3000 werde ich wahrscheinlich versuchen zu verkaufen, da die Patronen nicht mit denen des SC-P600 kompatibel sind. Sollte also jemand einen R3000 für den reinen Druck auf mattem Papier suchen, kann er sich gerne bei mir melden. Der Gute geht für kleines Geld auf den Weg.

Über den neuen SC-P600 werde ich selbstverständlich ebenfalls einen Artikel schreiben, d.h. sobald ich die Zeit und den Platz finde den Drucker auszupacken und zu installieren. Dann sicherlich auch in Verbindung mit der Software von Mirage, die überall recht gute Kritiken bekommen hat. Also, jetzt steht „echten“ Fotos nicht mehr viel im Weg 😉

 

 

 

 

Neuzugang: L-Winkel von Menge für die Oly E-M1

Die Oly E-M1 ist eine ziemlich beliebte Kamera und es gibt zuhauf Zubehör in jeder Preisklasse zu kaufen. Recht günstig ist der L-Winkel von Mengs mit dem Arca kompatiblen Schnellwechselsystem. Für rund 25€ gibt es diese Erweiterung für die E-M1. Die „Erweiterung“ ist dabei ruhig wörtlich zu nehmen, denn häufig findet der kleine Finger nun an der etwas größeren E-M1 seinen Platz.

Die restlich Ausstattung ist rasch aufgelistet: Hoch- und Querformat Schnellwechselkupplung, das Akkufach bleibt frei zugänglich und das Stativgewinde wird durch den Mengs L-Winkel nun endlich in die optische Achse verlagert. Die Verarbeitung ist solide, gefrästes Voll-Alu, rundherum vertrauenserweckend. Der Hochformat-Winkel läßt sich sehr einfach mit einem Imbusschlüssel entfernen, jeder kann sich also den L-Winkel so „konfigurieren“ wie er es gerade braucht. Das finde ich sehr gut, denn die Möglichkeit diesen Bereich zu demontieren war für mich mit kaufentscheident. Aber schaut selber…

 

 

Preisgünstig, gut verarbeitet und vor allem parktisch im täglichen Einsatz, an sich sollte der Mengs L-Winkel volle 5 Sterne bekommen. Tut er aber nicht, leider. Die mitgelieferte Schraube zur Befestigung ist schlicht und einfach zu lang. Das hat zur Folge, dass der L-Winkel nicht richtig sitzt und entsprechendes Spiel am Body der E-M1 aufweist. Zum Vergleich habe ich die Schraube meiner Stativwechselplatte (Siri TY-50) ausgebaut, um die Höhe vergleichen zu können. Tatsächlich ist die Schraube des TY-50 kürzer und paßt ohne Probleme in das Gewinde der E-M1 und befestigt die Schnellwechselplatte fest und zuverlässig. Leider ist die Schraube aber nicht am L-Winkel nutzbar, da der Kopf zu groß ist und damit ein festziehen des L-Winkels unmöglich macht.

 

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Das ist extrem schade und ärgerlich, da der L-Winkel von Mengs günstig und wirklich sehr gut ist, sowohl von der Verarbeitung her, als auch von der Funktionalität. Es blieben mir daher nur zwei Möglichkeiten

1. Einpacken, zur Post gehen, absenden und auf Ersatz warten, allerdings mit dem Risiko wieder einen Mengs L-Winkel mit zu langer Schraube zu erhalten oder

2. sich selber eine Lösung einfallen lassen. Da ich ehr zu den bequemen Zeitgenossen gehöre, haben ich mich entschlossen nicht zur Post zu gehen und selber Hand an zu legen.

An sich ist die Lösung auch recht einfach. Ist eine Schraube zu lang nimmt man eine Unterlegscheibe. Gut, ich hätte dann ein bewegliches Teil mehr, welches sicher auch verloren gehen könnte, aber zumindest würde ich Klarheit darüber bekommen, wie und ob der Winkel dann endgültig an meiner E-M1 sitzt. Nach Murphys Gesetz hatte ich natürlich keine Unterlegscheibe im Haus, die gepaßt hätte. Mir blieb also nichts anderes übrig als im Baumarkt nach einem passenden Ersatzteil zu suchen. An dieser Stelle mal ein dickes Kompliment an Obi, die haben tatsächlich die perfekt passenden Unterlegscheiben vorrätig (6,4 steht auf der Verpackung). Der Preis liegt für 40 Stück bei 1,99€, da ist es auch nicht so tragisch, wenn mal etwas verloren geht. Schaut doch aus wie gemacht für den L-WInkel oder ?

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Kurz gesagt, die Unterlegscheibe passt perfekt und auch der L-Winkel sitzt damit wie angegossen an der E-M1. Da ein lösen der Schraube eh Werkzeug benötigt und sich der Mengs L-Winkel wirklich sehr harmonisch an die E-M1 schmiegt, ich benutze ihn quasi als kleinen Handgriff, bleibt er ständig an der Kamera. Daher empfinde ich meine (Behelfs-)Lösung mit der Unterlegscheibe nicht als störend. Trotzdem werde ich den Händler bitten, mir eine neue, passende Schraube zuzusenden.

Sonst ist der L-Winkel quasi seit 14 Tagen ununterbrochen an meiner E-M1 im Einsatz. Die Passform ist sehr gut, auf meinem Sirui Kopf gibt es da keinerlei Problem. Dabei ist es wirklich angenehm über die komplette Fläche der Bodenplatte eine Ebene zu haben und nicht, wie bei den kurzen Wechselplatten, quasi einen „Hubbel“ unter der Kamera. Das „kippeln“ beim abstellen der E-M1 entfällt. Das hat mich persönlich immer so sehr gestört, dass ich meine Wechselplatte sobald als möglich von der Kamera abgeschraubt habe. Mit dem Mengs L-Winkel erspare ich mir das nun. Nur wenn ich den Hochformatgriff HLD7 brauche nehme ich den L-WInkel noch ab.

Zwei kleine, (negative?) Auffälligkeiten möchte ich aber noch erwähnen. Zum Einen wird die E-M1 doch etwas schwerer, ich habe es jedenfalls bemerkt. Rund 170g sind spürbar. Mit den Pro-Optiken ist es mir egal, sollte ich ganz leicht unterwegs sein wollen, naja, würde ich den L-Winkel wohl abnehmen. Zum Anderen stößt die Stativsicherung (ein Stift in der Aufnahmehalterung an meinem Sirui-Kopf) gegen die Schraube. Ein Verschieben ist dann nicht ganz so leicht möglich, wie mit der Originalwechselplatte. Aber das ist ehr meckern auf hohem Niveau.

 

 

 

 

 

 

 

 

Neuzugang: Everyday Messenger von peak design

Was für Frauen die Handtasche („Frau“ kann nie genug davon haben), ist für den emanzipierten Fotografen die Fototasche, einfach unentbehrlich (und „Mann“ kann nie genug davon haben). Ich selber bin da keine rühmliche Ausnahme und habe mindestens 8 verschiedene Taschen und Rucksäcke im Einsatz, die sich im Laufe der Jahre heimtückisch angesammelt haben. Diese Anzahl sollte an sich für alle Eventualitäten ausreichen, aber trotzdem hat man(n) ja ein Auge auf den Markt und die Neuerscheinungen.

Allerdings haben mich in der letzten Zeit die neuen Modell der üblichen Verdächtigen (ThinkTank, LoewePro, Tenba, Domke, Tamrac, Kata seien hier einfach exemplarisch dafür aufgeführt) nicht wirklich zu einer Neuanschaffung inspirieren können. Die Modelle die bereits auf dem Markt sind, sind einfach schon richtig gut und etwas Neues habe ich nicht entdeckt. Als dann peak design im Sommer 2015 im Rahmen einer Kickstarter Kampagne eine neue Fototasche ankündigte, war ich neugierig. Die Kameragurte mit dem Ankersystem von peak design nutze und liebe ich, also was lag näher als sich die geplante Tasche mal anzusehen.

Lange Rede, kurzer Sinn, als echter Mann und Fotograf kann man doch nicht an so einem NEUEN! Angebot vorbei gehen, denn später wird das alles noch viel teurer und ich brauche unbedingt eine weitere Tasche und ohne Zweifel ist die Tasche wirklich schick und praktisch (die üblichen Argumentationshilfen, um sein Gewissen zu beruhigen, nicht wahr?) Also ergab ich mich in mein Schicksal und beteiligte mich im Sommer an der Kampagne und wählte ein Set aus. Die Bezahlung lief reibungslos und als Lieferdatum war der Dezember avisiert. Tja und plötzlich war das Paket samt Inhalt auf einmal da.

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Das ist also „the eyeryday MESSENGER“
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„the field POUCH“ quasi der kleine Bruder

Am besten Ihr werft einen Blick in die Galerie, ausführlich Zeit zum testen hatte ich noch nicht. Nur soviel, die Verarbeitung ist auf jeden Fall top und ein Gummiband für die Stativbeine ist auch dabei, peak design hat das alles sehr liebevoll auf die Beine gestellt.

Der Everyday MESSENGER ist wirklich groß. Ein Oly 2,8/40-150 samt Stativhalterung und aufgesetzter Gegenlichblende wird einfach verschluckt. Angesetzt an einer E-M1 passt es immer noch locker rein. Mehr dazu in ein paar Tagen, wenn ich den Everyday MESSENGER etwas besser kennen gelernt habe.

Neuzugang: Olympus OM-D EM-1


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Bereits seit ein paar Wochen bereichert die Olympus OM-D EM-1 (was für ein kryptischer Name, bei mir gibt es jetzt nur noch die Kurzform: EM-1) meine Kameratasche. Tatsächlich habe ich letztendlich den Schritt gewagt und habe meine klassische DSLR (mit Spiegel und optischem Sucher) durch eine DSLM (ohne Spiegel und optischem Sucher) dauerhaft ergänzt. Zwar hatte ich bereits mit der kleinen Olympus OM-D EM-10 erste Erfahrungen gesammelt, aber durch die wirklich geringe Größe, und das (für mich) gewöhnungsbedürftige elektrische Pancake Zooobjektiv, konnte ich mir diese Kamera als ernsthafte Alternative zur DSLR nicht vorstellen. Die große Schwester EM-1 kommt einer DSLR in Sachen Handhabung doch deutlich näher.

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Gekauft habe ich die EM-1 im Set mit dem 2,8/12-40. Im Rahmen einer Promotionaktion gab es den Hochformatgriff HLD-7 kostenlos dazu. Da ich diesen Griff aus verschiedenen Gründen sowieso unbedingt haben wollte, war der Zeitpunkt ideal. Der Griff verbessert zum einen die Handhabung im Hochformat und balanciert die EM-1 besser aus, sollten größere Optiken genutzt werden. Zum anderen findet ein zweiter Akku Platz, der die „Einsatzzeit“ der EM-1 doch spürbar verlängert. Griff und Kamera machen einen wertigen Eindruck und gleiches kann ich vom 2,8/12-40 sagen. Diese Optik hat sehr gute Kritiken im Netz bekommen, ist lichtstark, abgedichtet und deckt einen idealen Brennweitenbereich (24-80 KB) ab. Eine wahnwitzig geringe Naheinstellgrenze gibt es noch oben drauf, fast „Makro like“. Also kurzum der ideale Partner für die EM-1. Ein anderes Kit-Objektiv wäre für mich nicht in Frage gekommen, da das mft-System durch den kleineren Sensor doch noch Nachteile in Sachen Freistellung und Rauschen hat. Da sind lichtstarke Optiken in meinen Augen ein „must have“.

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Warum ich mich trotz dieser Einschränkungen für einen Einstieg ins mft-System entschieden habe? Drei wesentliche Punkte sprechen im Augenblick für mft und vor allem für Olympus

1. Abgedichtete robuste Kameras mit einem unglaublichen internen Stabilisator inkl. einem Plus-Service (nur EM-1)

2. Lichtstarke, abgedichtete Zooms und Festbrennweiten mit einem perfekt abgestimmten Line-Up (7-14, 12-40, 40-150+ 1,4 Konverter, dazu 4/300 und wohl noch ein lichtstarkes Fish) ergänzt durch weitere gute bis sehr gute Festbrennweiten.

3. Größe und Gewicht sind noch dauerhaft tragbar und dabei doch variabel. Mal sehen, wie ich mich da weiter in das mft-System einfinden werde.

Einige Dinge vermisse ich, da ist meine Pentax noch ungeschlagen, andere Dinge will ich nicht mehr missen, da mag ich jetzt schon die EM-1 sehr. Jede Neuerwerbung bringt bekanntermaßen ja auch eine gewissen Anfangseuphorie mit sich. Nicht anders ist mir das mit der EM-1 ergangen uns so ganz hat sich die Freude an der Neuerwerbung auch noch nicht gelegt. Daher halte ich mich erstmal mit meinen weiteren Erfahrungen zurück, aber meine Plus/Minus Liste wächst stetig und sobald ich genug Erfahrungen mit der EM-1 gesammelt habe, werde ich das Ergebnis hier posten.